Die Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen (EZG) ist
eine nach dem Marktstrukturgesetz staatlich anerkannte Erzeugergemeinschaft, die 1973 durch mittelständische Forstbaumschulen gegründet wurde. Im EZG-Wirkungsbereich Bayern,
Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat die EZG 25 Mitglieder mit 30 Betrieben.
EZG-Baumschulen sind auf Forstpflanzen spezialisiert und haben
eigenständige Produktionsbetriebe in Süddeutschland. Mit großer Erfahrung und Know How werden dort Forstpflanzen in räumlicher Nähe zu den abnehmenden Waldbesitzern
nachgezogen. Dies gewährleistet beste Frische, kurze Transportwege sowie eine Anpassung (Auslese) an die jeweiligen regionalen Standortverhältnisse. Die genetische Eignung von
EZG-Forstpflanzen wird durch die ausschliessliche Verwendung FoVG-kontrollierter Herkünfte sichergestellt
Wieso Erzeugergemeinschaft ? Die EZG soll im Interesse
einer leistungsfähigen Forstwirtschaft und eines gesunden Waldes u.a. die nachhaltige Versorgung mit Pflanzen höchster Qualität sicherstellen. Die Besonderheiten von
Forstpflanzen, wie z.B.:
- ihre langen Produktionszeiträume (ca. 2-4 Jahre bis zur
Forstpflanze und z.T. über 100 Jahre bis zum erntereifen Waldbaum)
- die enorme Bedeutung ihrer äusserlich nicht erkennbaren
genetischen Anlagen (“Herkunft”)
- ihr Produktionsrisiko (z.B. Verderblichkeit, Witterung,
Schädlinge)
- sowie das hohe Absatzrisiko durch das Vorhalten
verschiedener Herkünfte und Sortimente.
werden durch das Instrument einer EZG berücksichtigt. So sind
EZG-Mitglieder verpflichtet bestimmte Qualitätsregeln einzuhalten. Bei vergleichbaren Verkaufsbedingungen verlagert sich der Wettbewerb auf den Qualitätssektor. Außerdem
erhöht der EZG-Verbund die Effektivität und Leistungsfähigkeit regionaler Forstpflanzenproduzenten, so dass hochwertige Forstpflanzen zu günstigen Preisen abgegeben werden
können.
Die EZG ist eine Gemeinschaft in der die einzelnen
Mitgliedsbetriebe dennoch unabhängig voneinander sind und ihre Produkte auch eigenverantwortlich vermarkten. Die EZG unterstützt und fördert ihre Mitglieder durch Information
und Beratung (z.B.: Marktbeobachtung und Marktprognosen, Anbau- und Preisempfehlungen). Gleichzeitig ist die EZG Dialogpartner der Abnehmerseite und Wissenschaft. Weitere
Aufgaben sind Maßnahmen zur Qualitätssicherung sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Um die Herkunftssicherheit bei Forstpflanzen sicherzustellen,
entwickelte die EZG gemeinsam mit den Landesforstverwaltungen von Baden-Württemberg und Bayern das ZüF-Verfahren, das mittels biochemisch-genetischer Analysemethoden den
Nachweis der Saatgutherkunft erlaubt.
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